Die heilige Barbara
Giovanni Francesco Barbieri gen. il Guercino
um 1633
Sir Denis Mahon wies daraufhin, dass die Darstellung der ganzfigurigen stehenden heiligen Barbara eine Vorstudie für ein Gemälde Guercinos in S. Maria in Castelfranco, Emilia (R. Cassola, Castel Franco dell'Emilia ed i Centri circonvicini, Bologna 1972, p. 68) sein könnte. Nach Guercinos Libro dei Conti (I. A. Calvi, Notizie della vita e delle opere deI Cavaliere Gioan Francesco Barbieri detto il Guercino da Cento, Bologna 1808, p. 65, 69) wurden am 29. März 1632 51/2 scudi und nochmals am 26. Juni 1633 67 scudi für eine "Heilige Barbara" abgerechnet. Bei diesem Gemälde, das auch Malvasia erwähnt (1678, II, p. 369), könnte es sich um jenes in Castelfranco handeln, das 1695 von den bombardieri del Forte Urbano der Kirche gestiftet wurde. Die Autorinnen haben das Bild nicht gesehen. Stilistisch würde die Zeichnung in die Zeit um 1633 passen.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, III, Wien/Köln/Weimar 1995, S. 1364, Nr. 2417.
