Venus mit Cupido und Amoretten
Francesco Mazzola, gen. il Parmigianino
um 1527-1529
In der druckgraphischen Umsetzung wurde die Venus übernommen, Cupido stark verändert. Die Gestalt der Venus inspirierte auch G. Macchiettis "Medea und Jason" im studiolo Francesco I. de'Medicis im Palazzo Vecchio in Florenz (Privitera 1992, p. 274, Fig. 14). Nach Popham aus den Jahren in Bologna 1527-1530.
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, I, Wien/Köln/Weimar 1992, S. 1491, Inv. 2663.
Die Gestalt der Venus gibt ein maßgleicher und seitenverkehrter Stich des Jacopo Francia wieder (B. XV, S. 37, Nr. 6). In diesem nähert sich allerdings Amor der Göttin, wohingegen sich auf der Zeichnung drei Amoretten bemühen, einen Bogen zu spannen. Dem Stich diente somit eine in diesem Detail abweichende Vorzeichnung Parmigianinos als Vorlage, die nicht mehr erhalten ist. Bereits K. Oberhuber (Wien, 1963) hat festgestellt, dass das Albertina-Blatt wohl aus der bolognesischen Periode stammt, da Francia dort überwiegend tätig war. Es gehört möglicherweise zu einer langen Reihe von Entwürfen, in denen sich der Künstler mit der Darstellung von Venus, die dem Amorknaben Bogen oder Pfeil wegnimmt, auseinandersetzt.
vgl. Parmigianino und sein Kreis - Druckgraphik aus der Sammlung Baselitz, Staatliche Graphische Sammlung München, Alte Pinakothek, München 2007, S. 135f.
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