Kauernde
Egon Schiele
1914
Platte: 48 × 31,9 cm
Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Druckgrafik im Expressionismus eine große Rolle spielte, verwendeten wenige österreichische Künstler dieser Zeit druckgrafische Techniken in vergleichbarer Weise.
Im Auftrag der Münchner Künstlervereinigung Sema fertigte Schiele 1912 seine ersten Druckgrafiken an.Im Jahr 1914 erlernte Schiele unter Anleitung von #Robert Philippi (1877-1959) die Technik der Kaltnadelradierung. Die beiden Grafiken „Trauernde“ (Inv. DG1919/10) und „Kauernde“ gehören ebenso wie die Porträts von #Franz Hauer (Inv. DG1943/352, Inv. DG2003/450) und #Arthur Roessler (Inv. DG1943/385) zu den sechs Platten, die Schiele in diesem Jahr anfertigte.
Anna Hanreich, in: Museo Guggenheim Bilbao (Hg.), Egon Schiele. Obras del Albertina Museum, Viena, (Kat. Ausst., Museo Guggenheim Bilbao, Bilbao 2012/2013), Bilbao 2012, S. 140 (in spanischer Sprache).
