Die Transfiguration (Figuren als Akte)
Anonym
Die aus zwei Teilen zusammengefügte Zeichnung wiederholt in der oberen Hälfte die Vorzeichnung Raffaellos in Chatsworth (Inv. Nr. 904; A.K. Wien 1983, p. 202, Abb.; Joannides 1983, Nr. 424; M. Jaffe, Old Master Drawings from Chatsworth, London 1993, Nr. 117; Jaffe 1994, RN, Nr. 318) und wird als eine Art modello im Entstehungsprozess des Gemäldes der Pinacoteca Apostolica Vaticana angesehen. Die obere Hälfte wurde an die untere angestückelt, da der untere Rand die oberen Linien der unteren Hälfte aufnimmt und fortführt. Das dichtere Liniengeflecht der unteren Hälfte dürfte von anderer Hand stammen als der obere Teil. Joannides sieht in der gröberen unteren Hälfte weniger die Hand Giovanni Francesco Pennis, mit der die obere Hälfte in Zusammenhang gebracht wird, sondern eher die Wiederholung aus der Schule Raffaellos. Eine weitere Version der Komposition befindet sich in Rennes (Inv. Nr. 794.1.3013; A.K. Disegno. Les dessins italiens du Musee de Rennes (bearb. v. P. Ramade), Modena (Galleria Estense) 1990, Nr. 175).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2156, Nr. 17544.
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