Sybille
Francesco Solimena, gen. L'Abate Ciccio
Im Inventarbuch ist als Provenienz Heinrich Studer angegeben, im Kassabuch von 1924 und im Cahier das Legat Kutschera. Die Numerierung „276" und die Tatsache, dass Planiscig das Blatt Inv. 23785 im Jahre 1914 bei Oswald Kutschera-Woborsky sah, bekräftigt die Vermutung, dass die Nummerierung auf die Sammlung Kutschera hinweist und dass auch Inv. 23784 aus der Provenienz Kutschera-Woborsky stammt. L. Planiscig sah 1914 in der Zeichnung der Sammlung Kutschera eine „flotte" Vorzeichnung für das entsprechende Gemälde Solimenas, damals in der Sammlung Fischel in Wien, das nach Stationen im Kunsthandel (1940er Jahre in Stuttgart, 1983 bei der Auktion bei Carola von Ham in Köln) in die Sammlung Ernsting in Westfalen (Inv. Nr. 282/1983) gelangte. Planiscig verwies ferner auf eine schwächere Version dieses Gemäldes in der Galerie der Akademie der bildenden Künste in Wien (Inv. 286; R. Eigenberger, Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien, Wien 1927, p. 379, ohne Abb.). Eine weitere Variante in einer Florentiner Privatsammlung, die sich u.a. in der Faltenbildung um das Knie der Sitzenden unterscheidet, wurde von Giglioli publiziert (O. H. Giglioli, Unpublished paintings by Francesco Furini, Valerio Castello and Francesco Solimena, in: Burlington Magazine XC, 1948, p. 289, Fig. 21).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, IV, Wien/Köln/Weimar 1997, S. 2249, Nr. 23785.
