Bildnis Gerti Schiele mit geschlossenen Augen
Egon Schiele
1911
Die beiden Bildnisse von Schieles Schwester Gerti hat bereits der Sammler Arthur Roessler (Inv. 31249) zum japanisch-schlanken Hochformat passepartouriert. Sie veranschaulichen, wie radikal der Künstler ab der Jahresmitte den geschlossenen Umriss zugunsten einer kursorischen Skizzierung aufgibt: Nicht nur der Mantel, auch die Kontur des Kopfes öffnet sich zum Pelzkragen hin. Die Hände werden formlos: ein Stilcharakteristikum, das auch ganz unabhängig von der Gattung der schnell gezeichneten Skizze auftritt.
Die schon von Arthur Roessler zum japanisch schlanken Hochformat passepartourierte Zeichnung von Schieles Schwester Gerti (vgl. Inv. 31249) veranschaulicht, wie sehr der Künstler ab der Jahresmitte 1911 den geschlossenen Umriss radikal zugunsten einer kursorischen Skizzierung aufgibt: Nicht nur der Mantel, auch der Kontur des Kopfes öffnet sich zum Pelzkragen hin. Die Hände werden vollends formlos. Dieses Stilcharakteristikum tritt auch ganz unabhängig von der Gattung der schnell gezeichneten Skizze auf.
vgl. Klaus Albrecht Schröder (Autor und Hg.), Egon Schiele (Kat. Ausst., Albertina, Wien 2005/2006), München, Berlin, London, New York 2005, S. 186.
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