Maxentiusbasilika, Inv. Nr.: 46638
Maxentiusbasilika
Maxentiusbasilika, Inv. Nr.: 46638
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Maxentiusbasilika

Frans Verwilt

1685




Uri Peled Feldmann übergab seine Recherche-Unterlagen zur Sammlung Arthur Feldmann 2019 in das Sammlungsarchiv der Albertina.


In 2019 Uri Peled Feldmann handed over his research documents on the Arthur Feldmann collection to Albertina's collection archive.


Zugeschrieben an (Rotterdam 1620/1623 - 1691 Rotterdam)
Vormals zugeschrieben an
Date1685
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Braun, Aquarell
Dimensions20,4 x 28,2 cm
CreditALBERTINA, Wien. Schenkung Uri Peled Feldmann (im Namen der Erben) 2012 an die ALBERTINA in Erinnerung an seine Großmutter Gisela Feldmann (geborene Hofmann) 1879 Wischau, Mähren - 1944 ermordet in Auschwitz
Object number46638
InscribedVerso: r.o. "Franz Verwelt / Die Thermen des / Konstantin / VI 9", l.u. "3236 (Tinte) / EK 2593"
Signedl.u. "F.V. 1685."
Text

Die in kräftigen Farben ausgeführte Zeichnung zeigt die Ruinen der Maxentiusbasilika in Rom. Jahrhundertelang als Steinbruch genutzt, von Vegetation überwuchert, ohne die einstige Marmorverkleidung der Mauern werden sie hier zu einem pittoresken Motiv, das der Ruinenromantik der Zeit entspricht. Bereits im 16. Jahrhundert reisten viele niederländische Künstler nach Rom, allen voran Marten van Heemskerck, um dort die antiken Bauwerke zu studieren, die als Bildmotive Eingang in Gemälde fanden. Weite Verbreitung fanden antike Motive über das Medium der Druckgrafik, beispielsweise die im Verlag von Hieronymus Cock erschienene Stichserie „Praecipua aliquot Romanae antiquitatis ruinarum monimenta vivis prospectibus“ (Hollst. Dutch & Flemish IV, Nrn. 22–46). Die in dieser Serie enthaltene Ansicht der Maxentiusbasilika (Inv. DG1957/339/15) diente als Vorlage für das vorliegende Blatt (freundlicher Hinweis von Martina Pichler, 22.09.2015): Der Kopist reduzierte die Anzahl der Figuren im Vordergrund bis auf den sitzenden Zeichner, folgte sonst seinem Vorbild jedoch vom Blickwinkel bis in Details der Vegetation so getreu, dass anzunehmen ist, dass er nach der Stichvorlage arbeitete und gar nicht selbst vor Ort war. Über den Künstler Frans Verwilt, mit dessen Namen Feldmann das Monogramm »F. V.« auflöste, ist, abgesehen davon, dass er Landschaftsmaler war, kaum etwas bekannt.

Catalogue raisonné
  • B 3236, EK 2593
  • Bibliography
  • Sotheby's London 2005, Old Master Drawings - including property from the Arthur Feldmann Collection, p. 47, Nr. 37 (als böhmisch, um 1600)
  • vgl. Achim Gnann, Heinz Schödl (Hg.), Spurensuche. Die Sammlung Arthur Feldmann und die Albertina, Wien 2015, S. 68-69.
  • Provenance
  • Dr. Arthur Feldmann, Brünn
  • GESTAPO (1939 - 1942)
  • Mährisches Landesmuseum Brünn (1942 - 1961)
  • Mährische Galerie, Brünn (1961 - 2003)
  • Erben Dr. Feldmann (2003 - 2012)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/328314/maxentiusbasilikaImage Request
    Last edited15.10.2021