Ernst Fuchs, Metaphysik der Liebe, Inv. Nr.: 37635
Metaphysik der Liebe
Ernst Fuchs, Metaphysik der Liebe, Inv. Nr.: 37635
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien Copyright: © Ernst Fuchs

Metaphysik der Liebe

Ernst Fuchs

1950




1949 geht der 19-jährige Ernst Fuchs nach Paris. Die Stadt bleibt bis 1961 sein Hauptaufenthaltsort. Aus dieser Phase stammen die Schädelstätte aus dem Zyklus »Die Metamorphose der Kreatur« und Metaphysik der Liebe. Beiden Werken ist die Verbindung von expliziter Sexualität und religiösem Geschehen und religiöser Symbolik eigen. In Metaphysik der Liebe sitzen einander ein ausgezehrter kirchlicher Würdenträger und ein geflügelter weiblicher Engel gegenüber; dieser spielt ein Streichinstrument, der ostentativ nackte Priester hält eine zweistielige Blume und in der Rechten einen Kelch, der auf einem Schädel balanciert. Von oben komplettiert die Taube diese unheilige Dreifaltigkeit. Die Zeichnung ist mit feinem Silberstift direkt auf Pergament aufgetragen, wobei die Tierhaut nicht zum rechteckigen Bild beschnitten ist. Nicht zuletzt aus dieser Dichotomie des fast unwirklichen Silberstrichs und des betont existenziellen Bildträgers in Kombination mit dem verschränkten Motiv entsteht die machtvolle Poesie dieses bildnerischen Rätsels.



Künstler:in (Wien 1930 - 2015 Wien)
Date1950
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSilberstift auf Pergament
Dimensions134 × 85,5 cm (52 3/4 × 33 11/16 in.)
Rahmenaußenmaß 144,6 × 97,5 × 6,2 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number37635
Inscribedauf Metalloval des Rahmens unten: "Metaphysik der Liebe / Silberstiftzeichnung auf Pergament / Ernst Fuchs 1950 / Gew. der Albertina v.d. Firmengruppe / Readymix-Lieferbeton im Mai 1978"
Bibliography
  • AK, Wien 2008, Belvedere, Phantastischer Realismus, Abb. S. 155

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/842/metaphysik-der-liebeImage Request
    Last edited28.11.2024