Das Salzbergwerk von Hallein (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk
um 1834
Am Dürrnberg südlich der Stadt Salzburg befindet sich das Salzbergwerk von Hallein. Schon um 600 v. Chr. bauten hier die Kelten das „weiße Gold“ ab, das in der Barockzeit dem Erzbistum Salzburg zu legendärem Reichtum verhalf. Das Aquarell veranschaulicht den Salzabbau lehrbuchartig durch einen Querschnitt ins Erdreich: Links wurde ein Blindschacht zur Gewinnung von Sole geflutet, während im Gang darüber Bergleute mit Hunten Material abtransportieren. Andere begeben sich über eine Rutsche in die mit Kerzen beleuchtete Kaverne, wo gerade eine Feier – möglicherweise die traditionelle Barbarafeier (4. Dezember) zu Ehren der Schutzheiligen der Bergleute – stattfindet. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lebte nahezu die gesamte Bevölkerung der Region Hallein von der Salzwirtschaft. Mittlerweile ist das Bergwerk stillgelegt und das älteste Schaubergwerk der Welt.
AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 97, Abb. 45.
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