Das Innere der Basilika von Mariazell (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk
1833
Innerhalb der Guckkastenserie gibt es einige Themenkreise, die mehrere Blätter umfassen. Dazu gehören unter anderem auch die Aquarelle mit der Wallfahrtskirche Mariazell (Inv. 22626, Inv. 22627, Inv. 22630, Inv. 22631, Inv. 22634), die in einem engen zeitlichen und inhaltlichen Verhältnis zu Eduard Gurks berühmter Aquarellserie "Mahlerische Reise von Wien nach Maria Zell in Steyermark [...]" stehen, die um 1833/34 datiert werden kann und sich heute im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten befindet. Die Wallfahrt nach Mariazell, die Via Sacra, stellt innerhalb der mitteleuropäischen Marienfrömmigkeit einen Höhepunkt dar. Ein Stadtbrand am 2. November 1827 hatte die Basilika zum Teil zerstört. In diesem Aquarell der Serie ist die Wallfahrtskirche als Innenansicht zu bewundern. Der Kern des Gnadenortes ist ein Mitte des 17. Jahrhunderts zur Kapelle umgestalteter Rotmarmorbau, vor dem das 1756 angefertigte prunkvolle silberne Abschlussgitter, ein von #Maria Theresia und #Franz I. Stephan gestiftetes Werk der Wiener Goldschmiede #Würth und #Moser, angebracht ist. Über dem
Gebälk befinden sich Statuen der Heiligen Anna, Joseph und Joachim (von links nach rechts) von #Lorenzo Mattielli (1687–1748).
AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 61, Abb. 21.
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