Der Große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk
1835
Innerhalb der Guckkastenserie gibt es einige Themenkreise, die mehrere Blätter umfassen. Dazu gehören unter anderem auch die Aquarelle mit der Wallfahrtskirche Mariazell (Inv. 22626, Inv. 22630, Inv. 22631, Inv. 22632, Inv. 22634), die in einem engen zeitlichen und inhaltlichen Verhältnis zu Eduard Gurks berühmter Aquarellserie "Mahlerische Reise von Wien nach Maria Zell in Steyermark [...]" stehen, die um 1833/34 datiert werden kann und sich heute im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten befindet. Die Wallfahrt nach Mariazell, die Via Sacra, stellt innerhalb der mitteleuropäischen Marienfrömmigkeit einen Höhepunkt dar. Ein Stadtbrand am 2. November 1827 hatte die Basilika zum Teil zerstört. Das Blatt mit dem Fernblick vom Großen Höllstein, einem Berg im Massiv des Hochschwab südwestlich von Mariazell gelegen, soll den Betrachter – wie schon der Bildtitel nahelegt – dazu anregen, die Morphologie der Landschafts- und Gesteinsstruktur zu betrachten sowie inmitten dieser weithin unbewohnten Landschaft nach der im Titel angekündigten Wallfahrtskirche zu suchen, die in einem weiteren Aquarell der Serie (Inv. 22632) als Innenansicht zu bewundern ist. Künstlerisch geht es in den Darstellungen um die Vergegenwärtigung der reizvollen Natur- und Kulturlandschaft und die sich dadurch eröffnenden zahlreichen Blickpunkte auf die Basilika.
AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 55, Abb. 11.
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