Eduard Gurk, Der Große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 2…
Der Große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk, Der Große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22627
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Der Große Höllstein mit der Ansicht gegen Mariazell (Guckkastenblatt)

Eduard Gurk

1835




Der Bestand der "Guckkastenblätter" umfasst insgesamt 281 Blätter, 227 davon befinden sich in der Albertina. Sie waren für die Betrachtung durch ein optisches Gerät vorgesehen. Hierbei sollte durch einen Hohlspiegel und eine differenzierte Beleuchtung eine besondere Seherfahrung erreicht werden. Die Darstellungen wurden von den Künstlern Eduard, Gurk, Leander Russ, Jakob Alt und seinem Sohn Rudolf von Alt im Auftrag von Kaiser Ferdinand I. ausgeführt. Sie zeigen vor allem Veduten und Naturschönheiten aus dem Reich der Habsburger Monarchie, aber auch Ansichten von Italien und dem Orient (weiterführende Informationen in: Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers, AK Albertina 2010).


Künstler:in (Wien 1801 - 1841 Jerusalem)
Date1835
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell, im Vordergrund Glanzhöhung
Dimensions427 x 563 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number22627
Signedr.u. "Gurk. 1835" (Pinsel in Braun)
Text

Innerhalb der Guckkastenserie gibt es einige Themenkreise, die mehrere Blätter umfassen. Dazu gehören unter anderem auch die Aquarelle mit der Wallfahrtskirche Mariazell (Inv. 22626, Inv. 22630, Inv. 22631, Inv. 22632, Inv. 22634), die in einem engen zeitlichen und inhaltlichen Verhältnis zu Eduard Gurks berühmter Aquarellserie "Mahlerische Reise von Wien nach Maria Zell in Steyermark [...]" stehen, die um 1833/34 datiert werden kann und sich heute im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten befindet. Die Wallfahrt nach Mariazell, die Via Sacra, stellt innerhalb der mitteleuropäischen Marienfrömmigkeit einen Höhepunkt dar. Ein Stadtbrand am 2. November 1827 hatte die Basilika zum Teil zerstört. Das Blatt mit dem Fernblick vom Großen Höllstein, einem Berg im Massiv des Hochschwab südwestlich von Mariazell gelegen, soll den Betrachter – wie schon der Bildtitel nahelegt – dazu anregen, die Morphologie der Landschafts- und Gesteinsstruktur zu betrachten sowie inmitten dieser weithin unbewohnten Landschaft nach der im Titel angekündigten Wallfahrtskirche zu suchen, die in einem weiteren Aquarell der Serie (Inv. 22632) als Innenansicht zu bewundern ist. Künstlerisch geht es in den Darstellungen um die Vergegenwärtigung der reizvollen Natur- und Kulturlandschaft und die sich dadurch eröffnenden zahlreichen Blickpunkte auf die Basilika.

AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 55, Abb. 11.

Bibliography
  • AK Albertina 1978 a, Nr. 116, Abb. S. 83
  • Koschatzky 1991, S. 74, Nr. 123, Abb. S. 62, S. 130, Taf. 27
  • AK Milwaukee u. a. 2006-2008, S. 422, Nr. XIII-44, Taf. 293, S. 352
  • AK Albertina 2010, Nr. 11 (W. Telesko)
  • AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau: Grasl Druck & Neue Medien 2010, S.52-54 Ab..11
  • Provenance
  • Familien-Fideikommiss-Bibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen

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    Last edited05.05.2026