Eduard Gurk, Beim "Toten Weib" in der Frein (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22626
Beim "Toten Weib" in der Frein (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk, Beim "Toten Weib" in der Frein (Guckkastenblatt), Inv. Nr.: 22626
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Beim "Toten Weib" in der Frein (Guckkastenblatt)

Eduard Gurk

1834




Der Bestand der "Guckkastenblätter" umfasst insgesamt 281 Blätter, 227 davon befinden sich in der Albertina. Sie waren für die Betrachtung durch ein optisches Gerät vorgesehen. Hierbei sollte durch einen Hohlspiegel und eine differenzierte Beleuchtung eine besondere Seherfahrung erreicht werden. Die Darstellungen wurden von den Künstlern Eduard, Gurk, Leander Russ, Jakob Alt und seinem Sohn Rudolf von Alt im Auftrag von Kaiser Ferdinand I. ausgeführt. Sie zeigen vor allem Veduten und Naturschönheiten aus dem Reich der Habsburger Monarchie, aber auch Ansichten von Italien und dem Orient (weiterführende Informationen in: Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers, AK Albertina 2010).


Künstler:in (Wien 1801 - 1841 Jerusalem)
Date1834
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell, Glanzhöhungen (Spuren einer Bleistiftvorzeichnung)
DimensionsPassepartoutausschnitt: 49,2 x 41,9 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number22626
Signedl.u. "Gurk. Ed. / 1834."
Text

Innerhalb der Guckkastenserie gibt es einige Themenkreise, die mehrere Blätter umfassen. Dazu gehören unter anderem auch die Aquarelle mit der Wallfahrtskirche Mariazell (Inv. 22627, Inv. 22630, Inv. 22631, Inv. 22632, Inv. 22634), die in einem engen zeitlichen und inhaltlichen Verhältnis zu Eduard Gurks berühmter Aquarellserie "Mahlerische Reise von Wien nach Maria Zell in Steyermark [...]" stehen, die um 1833/34 datiert werden kann und sich heute im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten befindet. Die Wallfahrt nach Mariazell, die Via Sacra, stellt innerhalb der mitteleuropäischen Marienfrömmigkeit einen Höhepunkt dar. Ein Stadtbrand am 2. November 1827 hatte die Basilika zum Teil zerstört. Eines der Aquarelle (Inv. 22626) zeigt den zwischen Mürzsteg und Frein gelegenen Bach, der aus einer Grotte etwa fünfzig Meter über steil abfallendes Felsgelände in die Tiefe stürzt. Am Fuße des Wasserfalls, um den sich die Sage vom „Toten Weib“ rankt, liegt ein großer Felsbrocken, auf dem ein schmiedeeisernes Kreuz steht.

AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 55, Abb. 12.

Bibliography
  • Koschatzky 1991, S. 74, Nr. 122, Abb. S. 64
  • AK Albertina 2010, Nr. 12 (W. Telesko)
  • AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau: Grasl Druck & Neue Medien 2010, S.55 Abb.12
  • Provenance
  • Familien-Fideikommiss-Bibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen

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    Last edited05.05.2026