Beim "Toten Weib" in der Frein (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk
1834
Innerhalb der Guckkastenserie gibt es einige Themenkreise, die mehrere Blätter umfassen. Dazu gehören unter anderem auch die Aquarelle mit der Wallfahrtskirche Mariazell (Inv. 22627, Inv. 22630, Inv. 22631, Inv. 22632, Inv. 22634), die in einem engen zeitlichen und inhaltlichen Verhältnis zu Eduard Gurks berühmter Aquarellserie "Mahlerische Reise von Wien nach Maria Zell in Steyermark [...]" stehen, die um 1833/34 datiert werden kann und sich heute im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten befindet. Die Wallfahrt nach Mariazell, die Via Sacra, stellt innerhalb der mitteleuropäischen Marienfrömmigkeit einen Höhepunkt dar. Ein Stadtbrand am 2. November 1827 hatte die Basilika zum Teil zerstört. Eines der Aquarelle (Inv. 22626) zeigt den zwischen Mürzsteg und Frein gelegenen Bach, der aus einer Grotte etwa fünfzig Meter über steil abfallendes Felsgelände in die Tiefe stürzt. Am Fuße des Wasserfalls, um den sich die Sage vom „Toten Weib“ rankt, liegt ein großer Felsbrocken, auf dem ein schmiedeeisernes Kreuz steht.
AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 55, Abb. 12.
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