Das Haus in den Rosen
Claude Monet
1925
Rahmenaußenmaß: 114,5 × 112 × 7 cm
Schon vor dem Ersten Weltkrieg begann sich Monets Augenlicht zu trüben. Mit den Jahren verschlimmerte der Graue Star diese Sehbehinderung derart, dass sich der über 80-jährige 1923 mehreren Operationen unterziehen musste. Dennoch malte er unermüdlich weiter, vor allem an seinen Seerosenbildern, und gelegentlich wagte er sich sogar an ganz neue Bildthemen heran.
So begann er 1922 mit der ersten von insgesamt drei Serien von Darstellungen seines Rosengartens in Giverny. Das vorliegende Bild La maison dans les roses entstand im Sommer 1925 und gehört somit ohne Zweifel zur zweiten Serie1. Während in der ersten Serie Monets Landhaus noch von der Seite her erfasst ist, blickt man in der zweiten Serie frontal auf dessen Fassade, vorbei an gewaltigen Rosensträuchern, die am Rande eines langen Beetes mit Irisblüten ein Spalier bilden. Vom Haus sind lediglich zwei geöffnete Fenster sichtbar, in denen man - vage nur - Personen zu erkennen glaubt, sowie das violette Schieferdach, das wie ein farbiger Balken das Bild nach oben begrenzt. Wie frei und sicher ist in diesem Werk noch immer der Pinsel geführt, und wie meisterhaft versteht es Monet, die zarten Farben symphonisch aufeinander abzustimmen!
1 Vgl. Daniel Wildenstein, Claude Monet, biographie et catalogue raisonné, Band IV, Lausanne/ Paris 1985.
Ausser der ersten Serie (Wildenstein Nrn, 1944- 1951) und der zweiten Serie (Nrn, 1953 - 1958) gibt es auch noch eine dritte Serie (Nrn, 1959- 1962).
zitiert aus: R. & H. Batliner Art Foundation (Hg.), Rudolf Koella (Konzept und Red.)/Felix Billeter (Wiss. Mitarb.), Verborgene Meisterwerke (Kat. Best. R. & H. Batliner Art Foundation, Vaduz 2005), Wien 2005, S. 48, Nr. 146.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/305503/das-haus-in-den-rosenImage Request