Claude Monet, Das Haus in den Rosen, Inv. Nr.: GE88DL
Das Haus in den Rosen
Claude Monet, Das Haus in den Rosen, Inv. Nr.: GE88DL
Credit: ALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner Image: ALBERTINA, Wien Copyright: Gemeinfrei

Das Haus in den Rosen

Claude Monet

1925




Künstler:in (Paris 1840 - 1926 Giverny)
Date1925
Object TypeGemälde
Object typePainting
Materials / TechniquesÖl auf Leinwand
Dimensions92 × 89,5 cm
Rahmenaußenmaß: 114,5 × 112 × 7 cm
CreditALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner
Object numberGE88DL
SignedBez. r.u. "Claude Monet" (Nachlassstempel)
Markingsr.u. Nachlassstempel
Text

Schon vor dem Ersten Weltkrieg begann sich Monets Augenlicht zu trüben. Mit den Jahren verschlimmerte der Graue Star diese Sehbehinderung derart, dass sich der über 80-jährige 1923 mehreren Operationen unterziehen musste. Dennoch malte er unermüdlich weiter, vor allem an seinen Seerosenbildern, und gelegentlich wagte er sich sogar an ganz neue Bildthemen heran.
So begann er 1922 mit der ersten von insgesamt drei Serien
von Darstellungen seines Rosengartens in Giverny. Das vorliegende Bild La maison dans les roses entstand im Sommer 1925 und gehört somit ohne Zweifel zur zweiten Serie1. Während in der ersten Serie Monets Landhaus noch von der Seite her erfasst ist, blickt man in der zweiten Serie frontal auf dessen Fassade, vorbei an gewaltigen Rosensträuchern, die am Rande eines langen Beetes mit Irisblüten ein Spalier bilden. Vom Haus sind lediglich zwei geöffnete Fenster sichtbar, in denen man - vage nur - Personen zu erkennen glaubt, sowie das violette Schieferdach, das wie ein farbiger Balken das Bild nach oben begrenzt. Wie frei und sicher ist in diesem Werk noch immer der Pinsel geführt, und wie meisterhaft versteht es Monet, die zarten Farben symphonisch aufeinander abzustimmen!

 1 Vgl. Daniel Wildenstein, Claude Monet, biographie et catalogue raisonné, Band IV, Lausanne/ Paris 1985.
 
Ausser der ersten Serie (Wildenstein Nrn, 1944- 1951) und der zweiten Serie (Nrn, 1953 - 1958) gibt es auch noch eine dritte Serie (Nrn, 1959- 1962).

zitiert aus: R. & H. Batliner Art Foundation (Hg.), Rudolf Koella (Konzept und Red.)/Felix Billeter (Wiss. Mitarb.), Verborgene Meisterwerke (Kat. Best. R. & H. Batliner Art Foundation, Vaduz 2005), Wien 2005, S. 48, Nr. 146.

Catalogue raisonné
  • Wildenstein, IV, Nr. 1956
  • Bibliography
  • Thadée Natanson, Peints à leur tour, Paris, 1948, S. 39f
  • Paul Valéry, Cahiers II, éditions presentée par J. Robinson, Paris, 1974, S. 948f
  • "Die Kunst und das schöne Heim", Nr. 7, April, 1963, München, Abb. S. 371
  • René Berger, Claude Monet ou le chant des nymphéas, in: XXe siècle, Band 25, 1963, Nr. 21, Abb. S. 6
  • Daniel Wildenstein, Claude Monet, biographie et catalogue raisonné, Band IV, Lausanne/Paris 1985, Nr. 1956
  • Autour de l'Impressionisme, Editions Beyeler, Basel, 1970, Seite 91, Taf. 46
  • Verborgene Meisterwerke
  • hg. v. R. & H. Batliner Art Foundation, Vaduz, 2005, S. 48, Nr. 146, Abb. S. 49
  • Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner, Albertina, Wien 2007/2008, S. 38, Kat. 8
  • Monet and Abstraction, Museo Thyssen-Bornemisza/Fundación Caja, Madrid 2010, Kat.Nr. 68, S. 205
  • Impressionismus. Wie das Licht auf die Leinwand kam, Ausst.Kat., Albertina, Wien 2009/10, S. 236
  • Claude Monet. Die Welt im Fluss, Ausst.Kat., Albertina, 2018, Kat. 96
  • Monet.The Garden Paintings, Gemeentemuseum, Den Haag, 2019/20, S. 162/163 (Abb.).
  • Online resources
    zum Catalogue raisonné
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    Last edited07.05.2026