Edith Schiele mit ihrem Neffen
Egon Schiele
1915
Die zweite Jahreshälfte 1915 und noch mehr das Folgejahr 1916 sind von einer durch den Militärdienst verursachten eingeschränkten Produktivität Schieles gekennzeichnet. Die Aktdarstellung verschwindet für viele Monate fast völlig, das Porträt wird die führende Bildgattung. Das vom Bildnis eo ipso vorausgesetzte Prinzip der Nachahmung verdrängt zunehmend die geometrisierenden Tendenzen und die abstrakte Stilisierung des Menschenbilds.
Klaus Albrecht Schröder (Autor und Hg.), Egon Schiele (Kat. Ausst., Albertina, Wien 2005/2006), München, Berlin, London, New York 2005, S. 328.
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