Phöbus nimmt die Nacht von der Erde und verleiht dieser zugleich Morgenlicht
Friedrich Rehberg
1810-1820
Die vorliegende Darstellung wurde mit der im Titel genannten Ikonographie in den alten Dokumentationsunterlagen der Albertina überliefert. Sie wiederholt zugleich die Figurenkomposition des Blattes mit Amor und Psyche (Inv. 17341). - In Annäherung an die späteren Werke, die sich für Rehbergs Aufenthalte in Tirol bzw. Wien 1818-20 belegen lassen, hat aber die Subtilität der zeichnerischen Durcharbeitung etwas abgenommen. Der Strich der Kreide wirkt offener (der Einsatz des Wischers ist vermieden), zugleich allerdings auch trockener, spröder, weniger sensualistisch in der Gesamthaltung. Für die Entstehung des Blattes sei daher hier derselbe Zeitrahmen wie für die Niobiden-Zeichnung (Inv. 17340) zur Diskussion gestellt.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 189, Nr. 643.
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