"O Held"
Johann David Schubert
1794
Wiedergabe der Darstellung mit dem oben zitierten Titel in einer Radierung von #Chr. G. Geyser als 1. Monatskupfer im "Theater-Kalender auf das Jahr 1794" zur Anekdote im "Theater-Kalender auf das Jahr 1793", Gotha 1793, S. 69 (Albertina-Exemplar: AAD, Bd. 89, Bl. 103; Einfl. 83 x 48 mm). - Anekdote: "Ein Schauspieler, der als Pekan im Portrait der Mutter, statt der französischen Verse, die mit aller Eleganz recitirt werden sollten, weil er damit seinen, für die Kunst nicht für Possen glühenden Vater für sich gewinnen will, die Strophe aus der Rolle Willibalds, in der Heyrath durch ein Wochenblatt: 'O Held sc.' wählte; ergriff statt des Dolchs die Theateraxt, und manoeuvrierte damit dergestalt, unter lautem Herbrüllen, daß alle Mitspieler für Angst und Lachen sich in die Kulissen flüchteten, und das Publikum dieser, ganz vergriffenen Scene, Beyfall - hoffentlich aus Ironie! - klatschte."
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 230, Nr. 765.
