"Figaro"
Johann David Schubert
1795-96
Wiedergabe der Darstellung mit dem oben zitierten Titel in einer Radierung von #Chr. G. Geyser als 4. Monatskupfer zur Anekdote im "Theater-Kalender auf das Jahr 1796 (Nebst Nachtrage von 1795)", Gotha 1796, S. 109 (Albertina-Exemplar: AAD, Bd. 89, Bl. 103; Einfassungslinie 81 x 48 mm). - Anekdote: "Der verstorbene G. mußte zu S. als Bernhardt im umgeänderten Hieron. Knicker aus der Vase steigen, in der Knicker und Filz den Schatz zu finden glauben; um nun in der öftern Wiederholung dieser Oper etwas neues anzubringen, ließ er einen schwarzen Pudel schön angekleidet mit einem Jäckchen, einem Reifröckchen und einer Dormeuse vor seiner herausspringen, und - tanzte mit ihm bis zum Fallen der Gardine auf dem Theater herum. Der Pudel erhielt vielen Beyfall und dieses Debüt verschaffte ihm in der Stadt hie und da freyen Zutritt, und - manches Stück Braten; sein Name ist Figaro."
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 231, Nr. 767.
