Peter von Cornelius, Elisabeth Malss mit ihrem Sohn, Inv. Nr.: 24266
Elisabeth Malss mit ihrem Sohn
Peter von Cornelius, Elisabeth Malss mit ihrem Sohn, Inv. Nr.: 24266
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Elisabeth Malss mit ihrem Sohn

Peter von Cornelius

1811




In der Vorbemerkung zu den Zeichnungen von Cornelius (Kat. Prestel, 1925, Nr. 90, S. 23) wird berichtet, dass alle von Riegel 1883 katalogisierten Zeichnungen aus Cornelius' Nachlass aus dem Besitz der Witwe Cornelius von dem Historiker Karl Cornelius erworben wurden. Riegel 1883, S. 404 (vgl. S. 197) kennzeichnete aber schon damals von den 274 Nummern seines Kataloges 7 Blätter, die "von der Signora Bajardi-Cerboni verwittwet gewesene Frau von Cornelius am 22. Mai 1868 aus der Sammlung entnommen" worden seien und "sich voraussichtlich noch in deren Händen zu Urbino" befänden. Riegel fährt fort: "Die so auf 267 Nrn. herabgeminderte Sammlung ging ... in den Besitz des Hrn. Prof. Karl Cornelius zu München über." - Vorliegendes Blatt wurde von Riegel 1883, a.a.O. zu denen im Besitz der Witwe des Cornelius gezählt.
Nach Simon 1918, a.a.O. war das vorliegende Blatt "verschollen", konnte "aber im Besitz von Herrn Professor Hans Cornelius in Oberursel i.T. wieder aufgefunden werden". Bei Schilling 1923, a.a.O. befand sich die Zeichnung noch im Besitz von "Professor Cornelius in Oberursel".
Die Beschriftung ist wahrscheinlich von fremder Hand, vielleicht von Riegel (vgl. das Blatt mit dem Frauenakt von 1812 im Kupferstichkabinett Berlin, ehem. DDR-Sammlung, Inv. Nr. 126; Abb. in AK Frankfurt 1977, Nr. E 11, S. 218).
Johann Gerhard Malss (1819-1885), der zweite Sohn von Gerhard und Elisabeth Malss, war seit 1849 Inspektor des Städels. "In seine Hände kamen die Zeichnungen, die Gottfried [Malss = der Onkel] von Cornelius erhalten, dann der Wennersche Nachlaß und mit diesem Manuskript und Bilder der Taunusreise. Ihm, der sie dem Städelschen Institut geschenkt hat, danken wir ihre Erhaltung" (Schilling 1923, S. 75, Anm. 5 und S. 7).
Elisabeth Malss, Gattin des Gerhard Malss in Frankfurt/M. war die Schwägerin von Johann Friedrich Wenner, der Cornelius' Faustillustrationen verlegt hat. Stilistisch zuinnerst verwandt ist die kleinere, in die Reihe der Zeichnungen zur Taunusreise im Jahr 1811 gehörige Bildnisstudie der Malss von Cornelius, die das Kunstmuseum Düsseldorf besitzt (Ricke-Immel/Düsseldorf 1978/80, Nr. 187, Inv. FP 5868). Förster 1874, I, S. 88-89, erwähnt unter den zeitlich parallel zum "Faust" entstandenen, und zwar "in Öl ausgeführt(en)" Bildnissen auch ein Porträt "des Herrn Gerold Malss zu Pferde" und "das seiner Frau mit ihrem Söhnchen auf dem Schoß". Zu korrigieren sein dürfte hier der Vorname des Dargestellten: nicht wie nach Simon 1918, S.158 "Gottfried" (der unverheiratet blieb), sondern "Gerhard" statt "Gerold". Das Bildnis der Gattin dürfte durch die vorliegende Zeichnung nicht, wie Simon 1918, a.a.O. meint, identifiziert sein, wenn es sich tatsächlich um ein Ölgemälde gehandelt hat. Vielleicht stellt das Albertina-Blatt aber eine Vorstudie dazu dar.


Künstler:in (Düsseldorf 1783 - 1867 Berlin)
Date1811
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Schwarzgrau, über Bleistift
Dimensions380 x 270 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number24266
InscribedMi. u.: "Frau Malss in FKf [Frankfurt?] ud ihr Sohn, der ält. Bruder des [die letzten drei Worte von oben eingeschoben] jetz. Insp im Städl'schen Institut" (Bleist.); re. u.: "R. 1" (Bleist.); re. o.: "12 R" (Bleist.)
Markingsr.u. Nachlass Peter Cornelius (L. 458a)
Bibliography
  • AK Leipzig 1926, Nr. 66
  • Riegel 1883, Nr. 1
  • Simon 1918, S. 158, Abb. 4
  • Schilling 1923, S. 75, Abb. S. 20
  • Kat. F. A. C. Prestel Nr. 90, Frankfurt 1925, Nr. 174, Taf. 8
  • Spitzmüller 1931, S. 60
  • Riegel 1966, S. 385
  • Bernhard 1973
  • Abb. S. 107
  • Ricke-Immel/Düsseldorf 1978-80, S. 81
  • Provenance
  • Nachlass Peter Cornelius
  • Frau Th. Cornelius, Urbino (?)
  • Prof. Karl Cornelius, München
  • Prof. Hans Cornelius, Oberursel i. T.
  • erworben bei F. A. C. Prestel, Frankfurt/M., 1925

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    Last edited03.04.2012