Antoine Coypel, Der glorreiche Ludwig XIV. nach dem Frieden von Nimwegen, Inv. Nr.: 11915
Der glorreiche Ludwig XIV. nach dem Frieden von Nimwegen
Antoine Coypel, Der glorreiche Ludwig XIV. nach dem Frieden von Nimwegen, Inv. Nr.: 11915
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Der glorreiche Ludwig XIV. nach dem Frieden von Nimwegen

Antoine Coypel

1681




Künstler:in (Paris 1661 - 1722 Paris)
Date1681
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSchwarze Kreide, Pinsel in Schwarz, grau laviert, Deckweißhöhungen, Vergrößerungsnetz in schwarzer Kreide, Einfassungslinie in schwarzer Feder
Dimensions37,2 x 49,4 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number11915
Markingsl.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Vorzeichnung zu Antoine Coypels morceau de reception für die Aufnahme in die Académie royale de peinture et sculpture am 25. Oktober 1681. Das Gemälde befindet sich heute im Musée Fabre, Montpellier, und ist das früheste datierte Werk im Œuvre Coypels (siehe Garnier 1989, pp. 92/93, Nr.6). Der Künstler wählte die Verherrlichung Ludwigs XIV. anläßlich des Friedens von Nimwegen zum Thema: Links oben ruht der König im Schoß der ihn krönenden Personifikation des Ruhmes; in der Mitte darunter Europa, umgeben von den Personifikationen des Friedens und der Ruhe sowie von die Künste und Wissenschaften hochhaltenden Genien. Unten links in einer Schattenzone und dadurch auch farblich geschieden, die miteinander kämpfenden bösen Mächte. Die Albertina-Zeichnung weicht nur unwesentlich von dem nach ihr ausgeführten Gemälde ab, im Unterschied zu einem der Albertina-Zeichnung vorangehenden Entwurf im Louvre (Inv RF.12.325, Album Koch; Garnier 1989, p.188, Nr.165), der, abgesehen von seiner Skizzenhaftigkeit, auch eine deutlich andere Komposition vorsah. Die Friedensschlüsse von Nimwegen 1678/79 beendeten den Niederländisch-Französischen Krieg, wobei die Niederlande wesentliche Gebiete aus der französischen Okkupation zurückerhalten konnten und die Franzosen umgekehrt mit bedeutenden Gebietsgewinnen in den spanischen Niederlanden und im heutigen Nordfrankreich entschädigt wurden. Das Cahier nennt eine auf Gottfried Win[c[kler zurückgehende Provenienz dieser Zeichnung. In Weigels "Verzeichnis der Handzeichnungen ...aus dem Nachlaß des Herrn Gottfried Winckler, Leipzig, 1815 (p.20, Nr. 517) scheint jedoch nur eine dem C.Noel zugeschriebene Federzeichnung auf, die mit dem vorliegenden Blatt wohl nicht identisch ist.



Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004,  S. 199, Nr. 990.




Catalogue raisonné
  • Widauer 2004, F 990
  • Bibliography
  • Paris 1933, Nr.146 (projet de plafond)
  • Paris 1987, p.30, Nr.32, Abb.
  • Garnier 1989, p. 188, Nr.166
  • Provenance
  • Sammlung Gottfried Winckler (1731–1795), Leipzig
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/22390/der-glorreiche-ludwig-xiv-nach-dem-frieden-von-nimwegenImage Request
    Last edited08.10.2021