Kopf eines bärtigen Mannes, Inv. Nr.: 46623
Kopf eines bärtigen Mannes
Kopf eines bärtigen Mannes, Inv. Nr.: 46623
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Kopf eines bärtigen Mannes

Peter Paul Rubens




Uri Peled Feldmann übergab seine Recherche-Unterlagen zur Sammlung Arthur Feldmann 2019 in das Sammlungsarchiv der Albertina.


In 2019 Uri Peled Feldmann handed over his research documents on the Arthur Feldmann collection to Albertina's collection archive.


Schule (Siegen 1577 - 1640 Antwerpen)
Vormals zugeschrieben an
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSchwarze Kreide, Rötel auf braunem Papier
Dimensions32,1 x 21,3 cm
CreditSchenkung Uri Peled Feldmann (im Namen der Erben) 2012 an das österreichische Volk in Erinnerung an seine Großeltern Dr. Arthur und Gisela (geborene Hofmann) Feldmann, Brünn
Object number46623
InscribedVerso: l.u. "Z... 8384/ / Bolognesisch / Schule des Rem. / II 30 / Rubens / Rubens Schule / 3225 EK 2582 / Sammlung Dr. Gluenstein (Schrift Dr. Feldmann)"
MarkingsVerso: l.u. "A/G" (Sammlung Adolf Gluenstein)
Text

Die divergenten Zuschreibungsversuche zu diesem Blatt – vorgeschlagen wurden in diversen Aufschriften auf der Rückseite bolognesisch, Schule Rembrandts, Rubens und Rubens Schule – verdeutlichen, wie wenig man über diese Kopfstudie eines alten Mannes weiß und wie schwierig eine spezifische Zuordnung ist. Mit der bolognesischen Schule wie mit der Familie Carracci, Guido Reni, Guercino oder Giovanni Lanfranco hat die Studie wohl ebenso wenig zu tun wie mit dem Rembrandt-Kreis. Von den rückseitigen Aufschriften kommt am ehesten ein Rubens-Schüler oder -Nachfolger infrage: In der Albertina befinden sich von Rubens bzw. von Rubens-Schülern einige in ihrer Ausführung mit schwarzer und farbiger Kreide sowie Rötel eng verwandte Köpfe (Inv. 8265). Während sich diese mit Gemälden von Rubens in Verbindung bringen lassen, ist bei der vorliegenden Zeichnung kein unmittelbarer Bezug zu einem ausgeführten Bild festzustellen, sodass der Dargestellte bislang nicht identifiziert werden konnte. Aufgrund der lebendigen Gestaltung von Haaren und Inkarnat entstand die Zeichnung vermutlich vor dem lebenden Modell, das in sich gekehrt den Kopf leicht zur Seite gewandt und den Blick in die Ferne gerichtet hat. Der Zeichner konzentrierte sich besonders auf die Mitte des Gesichts, die spitze Nase und die leicht zusammengekniffenen Augen, während er Schädel, Haare und Bart locker skizzierte und die Kreide malerisch verwischte. Die Gestaltung der Partie rund um den Mund unter dem Bart des Dargestellten bleibt dabei seltsam unspezifiziert.

Spurensuche. Die Sammlung Arthur Feldmann und die Albertina, Achim Gnann, Heinz Schödl (Hg.), Wien 2015, S. 60.

Catalogue raisonné
  • B 3225, EK 2582
  • Bibliography
  • vgl. Achim Gnann, Heinz Schödl (Hg.), Spurensuche. Die Sammlung Arthur Feldmann und die Albertina, Wien 2015, S. 60-61.
  • Provenance
  • Dr. Adolf Gluenstein, Hamburg
  • Dr. Arthur Feldmann, Brünn
  • GESTAPO (1939 - 1942)
  • Mährisches Landesmuseum Brünn (1942 - 1961)
  • Mährische Galerie, Brünn (1961 - 2003)
  • Erben Dr. Feldmann (2003 - 2012)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/328098/kopf-eines-bartigen-mannesImage Request
    Last edited01.07.2021