Der Fluss Yerres in Périgny
André Dunoyer de Segonzac
um 1912
Dunoyer de Segonzac begann zunächst mit der Darstellung von Stillleben, wandte sich dann ab 1908 vermehrt der Landschaft zu. Die frühen Arbeiten zeigen noch impressionistische Einflüsse, auf die eine kurze kubistische Phase folgt, bevor sich Berührungspunkte mit der Kunst #Cézannes, #Manets und vor allem #Courbets bemerkbar machen. Um 1920 findet Dunoyer zu seinem eigenen Stil, der neorealistische Züge aufweist: Die Malerei kennzeichnet ein schwerer, pastoser Farbauftrag in vielfältigen Nuancierungen, auf dem Gebiet der Zeichnung bevorzugt Dunoyer die Feder in Schwarz und zumeist dynamische ausdruckstarke Linien.
Thematisch überwiegt die Darstellung der Frau, von Liebespaaren und der Landschaft. Die Ansicht des "Flusses Yerres in Périgny" zeigt den für Dunoyer charakteristischen Zeichenstil aus einem bizarren Geflecht von abgebrochenen, fast roh anmutenden Strichen. Dunoyer hat dieses Motiv mit leicht verändertem Standpunkt in einer weiteren Federzeichnung wiederholt, die um 1912 datiert wird (Paris, Musée National d'Art Moderne, Centre Pompidou; AK Paris 1976, Nr. 118). In unmittelbarem Zusammenhang mit diesen beiden Landschaftsaufnahmen steht ein um 1920-1925 entstandenes Gemälde in Privatbesitz, das dieses Motiv bis auf einen anderen Hintergrund ganz ähnlich aufweist (Hugault 1973, S. 9).
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 296, Nr. 129.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/33968/der-fluss-yerres-in-perignyImage Request