Liegender weiblicher Akt
André Dunoyer de Segonzac
1920-1922
Die Federzeichnungen (Inv. 22974, Inv. 22976, Inv. 30531) haben spärlich bekleidete, weibliche Modelle im Atelier oder im Freien zum Thema, die Dunoyer liegend in zwanglosen Stellungen, Momentaufnahmen vergleichbar, festhielt: "Ich habe immer die konventionelle Pose vermieden, die die Modelle in den Ateliers einnehmen und es vorgezogen, sie unbekleidet in alltäglicher Umgebung sei es auf dem Land, auf den Flüssen oder an den Stränden zu beobachten und zu zeichnen" (Zit. in: Cailler 1970, S. 299). Größtenteils entstanden seine Studien als reiner Selbstzweck, die dann bei Bedarf als Anregung oder Vorlage für Gemälde oder Radierungen verwendet werden konnten, wie z.B. für die zwischen 1930-1932 radierte Folge "Petits Nus" (Lioré/Cailler, III, Nr. 544-595).
Der "liegende weibliche Akt" zeigt ein kleinteiliges Strichgefüge mit wenigen, zart lavierten Partien und viel frei gebliebenem Papiergrund, was ebenfalls für eine zeitliche Entstehung um 1920-1922 sprechen würde.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 304, Nr. 133.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/34133/liegender-weiblicher-aktImage Request