Skizzenblatt mit Tiger-, Pferdestudien und drei Kopfstudien eines Mannes
Eugène Delacroix
um 1825-1828
Die Rückseite der Zeichnung zeigt zwei Pferdekruppen, drei Tigerköpfe sowie drei Studien eines Männerkopfes. Zwei davon erfassen die Gesichtszüge nur mit wenigen, flüchtigen Pinselstrichen, in der dritten, vollständiger ausgeführten Studie präzisiert Delacroix dann sowohl die Physiognomie als auch die Haartracht, wodurch die individuellen Züge wie markante Nase, spitzes Kinn, eckige Wangenknochen und dichtes lockiges Haar stärker hervortreten. Vergleicht man diese Darstellungen mit seiner 1825 entstandenen Lithografie des #Abbé Martial Marcet de La Roche Arnaud (Delteil, Nr. 41), lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit der Gesichtszüge und der Haartracht nicht leugnen. Es spricht daher einiges dafür, die drei kleinen, spontanen Bildnisstudien mit der Person des Abbé Marcial Marcet zu identifizieren.
zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 196, Nr. 86.
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