Kopf eines Apostels mit Kappe (Detail aus dem "Heller-Altar")
Albrecht Dürer
1508
Im Jahr 1507 erreichte Dürer der Auftrag des Frankfurter Ratsherren und Kaufmanns Jakob Heller (um 1460–1522), einen Altar für die Kirche des Dominikanerklosters zu Frankfurt am Main zu malen. Bis 1509 arbeitete Dürer an dem Triptychon, das auf der Mitteltafel die von den Aposteln bestaunte Aufnahme Mariens in den Himmel und ihre Krönung durch Gottvater, Christus und den Heiligen Geist präsentiert. Von Anfang an war das Meisterwerk eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, bis 1614 dem bayerischen Herzog Maximilian der Ankauf der berühmten Tafel gelang. Allerdings ging die Krönung Mariens beim Brand der Münchener Residenz 1729 verloren.
Zum Heller-Altar haben sich Detailstudien für Draperien, Hände, selbst für Füße, Köpfe und für ganze Figuren erhalten. In Technik und Stil lehnen sie sich an die in Venedig entstandenen Studien auf blauem Papier an, doch hat Dürer nun die Bögen sehr sorgfältig in Blau oder Grün grundiert. Die daraus resultierende sehr feine Oberfläche erlaubte ihm ein wesentlich delikateres Arbeiten. Die Blätter konnten dem Auftraggeber bei dessen überliefertem Besuch in Dürers Werkstatt vorgelegt werden. Als Vorstudien für die weitaus detailärmere Malarbeit waren sie aber kaum zu gebrauchen. Für seine Werkstatt hatte Dürer damit aber Glanzstücke analytischer Beobachtung und präzisester Wiedergabe verfügbar.
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