Ein junger Mann und zwei alte Männer
Francesco Mazzola, gen. il Parmigianino
um 1527-1530
Künstler:in
Francesco Mazzola, gen. il Parmigianino
(Parma 1503 - 1540 Casalmaggiore)
Dateum 1527-1530
Object TypeDruckgraphik
Object typePrint
Materials / TechniquesRadierung
DimensionsBlatt: 12,2 × 9,6 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberDG2018/54
Im Kontext der SammlungMit der Radierung hielten Physik und Chemie Einzug in die Kunsttechnik. Das Verfahren mit dem so eigenartigen Namen – es hat nicht mit Radieren im geläufigen Sinn zu tun – zählt zu den Tiefdruckverfahren, bei denen die zu druckenden Linien in die metallenen Druckformen (Eisen oder Kupfer) eingetieft werden. Bei der Radierung geschieht das mithilfe einer Säure. Das Prinzip der Radierung besteht darin, diejenigen Bereiche, die im Säurebad nicht angegriffen werden sollen, mit einem säureresistenten Ätzgrund zu bedecken. Das sog. Ätzwasser (etwa Essig- oder Salpetersäure) greift offen liegenden Partien an, die vom Ätzgrund abgedeckten Bereiche bleiben intakt. Für die Radierung wird nun der Ätzgrund mittels einer Nadel angeritzt – im Deutschen: radiert (engl. erased) –, so dass entlang dieser Linien die Metalloberfläche wieder freiliegt und an eben diesen Stellen die Säure einwirken kann.
Der oft spontane Duktus des Strichbildes einer Radierung steht der Anmutung einer Zeichnung näher als andere Hoch- und Tiefdruckverfahren, was ihre zunehmende Beliebtheit erklärt, bis sie im 18. Jahrhundert alle übrigen druckgrafischen Techniken dominierte.
Wie viele bahnbrechende Erfindungen bietet die Radierung Vor-, aber auch Nachteile: Sie ist, da die Radiernadel wie ein Stift geführt werden kann, wesentlich schneller und Kräfte sparender auszuführen als der mit unterschiedlichen Sticheln vorzubereitende Kupferstich. Der Nachteil sind die durchwegs gleichartigen und bei genauem Hinsehen stumpf ausgefransten Linien, die, wenn sie allzu dicht beieinanderliegen, jede noch so gelungene Komposition verunklären können. Bei Eisenradierungen besteht außerdem die Gefahr der allmählichen Plattenkorrosion, aus der im Druckbild wolkige graue Flecken resultieren.
Der erste, der eine nach diesem Verfahren geätzte Platte auf Papier abdruckte, war nach heutigem Kenntnisstand Daniel Hopfer (Kaufbeuren 1471–1536 Augsburg). Sein "Christus als Schmerzensmann" ist die älteste in der Albertina verwahrte Eisenradierung und überhaupt eines der frühesten Beispiele für diese Technik.
Der oft spontane Duktus des Strichbildes einer Radierung steht der Anmutung einer Zeichnung näher als andere Hoch- und Tiefdruckverfahren, was ihre zunehmende Beliebtheit erklärt, bis sie im 18. Jahrhundert alle übrigen druckgrafischen Techniken dominierte.
Wie viele bahnbrechende Erfindungen bietet die Radierung Vor-, aber auch Nachteile: Sie ist, da die Radiernadel wie ein Stift geführt werden kann, wesentlich schneller und Kräfte sparender auszuführen als der mit unterschiedlichen Sticheln vorzubereitende Kupferstich. Der Nachteil sind die durchwegs gleichartigen und bei genauem Hinsehen stumpf ausgefransten Linien, die, wenn sie allzu dicht beieinanderliegen, jede noch so gelungene Komposition verunklären können. Bei Eisenradierungen besteht außerdem die Gefahr der allmählichen Plattenkorrosion, aus der im Druckbild wolkige graue Flecken resultieren.
Der erste, der eine nach diesem Verfahren geätzte Platte auf Papier abdruckte, war nach heutigem Kenntnisstand Daniel Hopfer (Kaufbeuren 1471–1536 Augsburg). Sein "Christus als Schmerzensmann" ist die älteste in der Albertina verwahrte Eisenradierung und überhaupt eines der frühesten Beispiele für diese Technik.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/437982/ein-junger-mann-und-zwei-alte-mannerImage RequestLast edited14.04.2025