Zwei Nymphen und ein Satyr
Francesco Mazzola, gen. il Parmigianino
um 1524-1526
Die Provenienz Yver (Pieter oder Jan?) nach der Annotation im Exemplar des Aukt.Kat. Walraven 1765 des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie in Den Haag bei Lot 276 "Een staande Satera by twee Nimphen, uitvoerig met de pen geärseerd", dessen Konsultation wir Jörg Garms in Rom verdanken. Michiel Plomp von der Rijks Universiteit Leiden bestätigt die inhaltliche Übereinstimmung mit Lot G389 des Rutgers-Kataloges 1778 und hält trotz fehlender Rutgers-Schrift die Provenienz Rutgers für das Wiener Blatt wahrscheinlich. Popham 1971, Nr. 611 zitiert als Provenienzen Arundel und Rutgers. Nach Popham aus der späteren Zeit in Bologna nach 1531. D. Ekserdjian wies darauf hin, dass eine Zeichnung Michelangelos im Musée Conde in Chantilly (Ekserdjian 1993, Fig. 1) nach der Rückenansicht des Apollo Saurocthonos, der sich im frühen 16. Jahrhundert in der Casa Sassi in Rom befand (vgl. den Stich Heemskercks bei Ekserdjian 1993, Fig. 2) und heute im Museo Archeologico in Neapel (Inv. Nr. 183/ 88) steht, als Vorbild gedient hat. Eine Kopie des Satyrs im Szépművészeti Múzeum in Budapest (Inv. Nr. 1954; Fenyö 1963, p. 139, Abb. 52a; Popham 1971, p. 188, Kommentar zu Nr. 611 (irrtümlich als Inv. 2678 (= Wiener Inv.)). Ein in diesen Themenkreis gehörendes Blatt war 1991/92 im Kunsthandel (Aukt. Kat. Italian Drawings, Hazlitt, Gooden & Fox, London November-Dezember 1991/ New York Jänner 1992, Lot 6); eine Version dieses letzteren Blattes in den Uffizien (Inv. Nr. 9279S; A. Ghidiglia Quintavalle, Parmigianino. Disegni, Florenz 1971, Nr. LXXIV als Parmigianino).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, III, Wien/Köln/Weimar 1995, S. 1498, Inv. 2678.
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