Bauernmädchen
Egon Schiele
1912
Die Kinderbildnisse von 1911 und 1912 (Inv. 27945, Inv. 27946, Inv. 30541 und Inv. 31171) zählen mit ihrer differenzierten Charakterisierungskunst zu Schieles bedeutendsten Werken. Maltechnisch dominiert in diesem Jahr das Aquarell, nicht die Gouache: An die Stelle der ausdrucksvoll schlingernden Pinselschrift tritt der kontrolliert-freie Fluss der Wasserfarben
Es ist erschreckend, wie wenig Glück und Lachen Schiele in diesen Kindern seiner nächsten Umgebung entdeckt. Gründet das in seiner melancholischer Weltsicht? Oder spiegelt sich in diesen proletarischen Kinderbildnissen nur eine Realität, die der Schmerzlosigkeit und dem kindlichen Glück so wenig Lebensraum gegeben hat?
Künstler:in
Egon Schiele
(Tulln 1890 - 1918 Wien)
Date1912
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell, Deckfarben, Bleistift auf Strathmore Japanpapier
Dimensions47,5 x 31,7 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number27946
Signedr.u. "EGON / SCHIELE / 1912"
Catalogue raisonnéLast edited09.01.2023
