Roter Fingerhut
Egon Schiele
1910
Schieles Naheverhältnis zur Natur kulminiert in der von ihm selbst
angesprochenen »Menschenähnlichkeit« von Blumen. Diese Auslegung ist anhand des
roten Fingerhuts gut zu ersehen, wirkt doch der hoch aufragende Stängel wie ein
schmaler Leib, auf dem die grell-weiß hinterfangenen roten Blütenkelche wie ein
Kopf sitzen. Die Annäherung von Pflanze und Mensch in der Bilderwelt Schieles
erweist sich eindrucksvoll in der Gegenüberstellung mit dem Aktselbstbildnissen
aus dem gleichen Jahr.
Künstler:in
Egon Schiele
(Tulln 1890 - 1918 Wien)
Date1910
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell, schwarze Kreide, Weißhöhung auf Packpapier
Dimensions44,9 × 29,7 cm
CreditALBERTINA, Wien. Leihgabe Nebehay
Object numberDL528
Signedr.u. "S.10."
Catalogue raisonnéLast edited20.01.2026
